Zusammenfassung: Die Leiden des jungen Werthers (Johann Wolfgang von Goethe)

Autor: Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)
Originaltitel: Die Leiden des jungen Werthers
Veröffentlichung: 1774
Textsorte: Briefroman
Textgattung: Epik
Literaturepoche: Sturm und Drang

Inhaltsangabe:
Der Briefroman "Die Leiden des jungen Werthers" (ab der überarbeiteten Fassung von 1787: "Die Leiden des jungen Werther") ist ein erstmals 1774 erschienenes Werk von Johann Wolfgang von Goethe. Die Geschichte spielt in den Jahren 1771/72 und erzählt von der unglücklichen Liebe eines jungen Mannes namens Werther zu der bereits einem anderen Mann versprochenen Charlotte (kurz: Lotte). Der Schauplatz des Romans ist das Dorf Wahlheim und seine Umgebung.

Zu Beginn des Briefromans hat der junge Rechtspraktikant Werther seine Heimat bereits hinter sich gelassen und ist in die Welt ausgezogen. Einerseits ist er auf der Flucht vor einer Liebesgeschichte, die ein unglückliches Ende genommen hat, andererseits soll er für seine Mutter einen Erbschaftsstreit mit einer Tante schlichten. Während er zuerst noch in einer nicht näher genannten Stadt lebt, zieht es ihn bald in die kleine Ortschaft Wahlheim. Hier schweift er durch die idyllische Natur, nimmt am einfachen Dorfleben teil, zeichnet und schreibt Briefe an seinen Freund Wilhelm.

Durch einen Zufall trifft Werther eines Tages auf dem Weg zu einer Tanzveranstaltung auf Lotte, die Tochter eines verwitweten Amtsmanns. Werther erblickt die junge Frau und ist vom ersten Augenblick an von ihr fasziniert.

Auf dem Ball bittet Werther Lotte um einen Tanz, den sie ihm schließlich gewährt. Lotte wird von ihren Freundinnen beim Anblick dieser vertrauten Zweisamkeit daran erinnert, dass sie bereits vergeben ist, und sieht sich genötigt, ihrem Tanzpartner ihre geplanten Verlobung mit einem älteren Beamten zu beichten. An der Zuneigung der beiden zueinander ändert dieses Geständnis allerdings nichts. Als beiden zugleich nach einem heftigen Sommergewitter beim Anblick der Natur ein und dasselbe Gedicht einfällt, gilt dies Werther sogar als Beweis für eine tiefe Verbindung zwischen sich und Lotte.

Mit der Rückkehr von Lottes Verlobten Albert entwickeln sich die Ereignisse für alle Beteiligten zunächst positiv: Werther beginnt in Lotte nicht mehr als eine platonische Freundin zu sehen und freundet sich gleichzeitig mit dem älteren Albert an. Doch als Werther spürt, dass er seine wahren Gefühle für Lotte nicht länger zurückhalten kann und er versteht, dass diese Beziehung zerstörerisch wäre, verlässt er Wahlheim eilig, ohne sich von seinen Freunden zu verabschieden.

Für einige Zeit arbeitet der bürgerliche Werther nun am Hof für einen Gesandten, aber rasch stößt ihn das Leben der Adeligen ab und er fühlt sich zunehmend unwohl. Als er schließlich von Alberts und Lottes Hochzeit erfährt, kündigt er seine Stelle. Nach kurzen Aufenthalten bei einem Fürsten und in seinem Heimatort kommt Werther so wieder zurück nach Wahlheim.

Er sucht unvermittelt Lottes Nähe und küsst sie, gänzlich ergriffen von seiner Leidenschaft. Doch Lotte weist ihn zurück und Werther sieht keinen anderen Ausweg mehr, um diese unglückliche Liebe zu beenden, als sich selbst das Leben zu nehmen. Mit einer Pistole schießt er sich in den Kopf und verstirbt am darauffolgenden Tag.

Anzeigen